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Chronik
Unser Erbe NSW (Norddeutsche Seekabelwerke) wurde 1899 in Köln von der Felten & Guilleaume Carlswerk AG und der Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft gegründet und gehört seit über einem Jahrhundert zu den Vorreitern im Bereich Unterwasser-Kabeltechnologie und -kommunikation. Im Jahr 1904 stellte NSW sein erstes bedeutendes (7.993 km) Guttapercha-isoliertes Untersee-Telekommunikationskabel her und legte es mit den beiden NSW-Kabelschiffen “von Podbielski” und “Stephan” von Borkum über die Azoren nach New York.

1931 übernahm Siemens 50 % der Anteile des Unternehmens. Von 1932 bis 1935 entwickelte NSW Isolierfolien auf Polystyrolbasis sowie die Kunststoffextrusionstechnik. Zuerst lag der ausschließliche Fokus der Kunststoffextrusion noch auf der Isolierung von Kabeln. Mit dem Ausbau der Expertise und Weiterentwicklung von Anwendungsbereichen wurde 1959 der POLY-NET® Bereich offiziell gegründet. Hier begann NSW mit der industriellen Fertigung von extrudierten und knotenlosen Kunststoffnetzen. Weitere Verpackungslösungen folgten. Immer weiter baute NSW das POLY-NET® Programm aus. Oberflächenschutznetze und Zwischenlagegitter stellt NSW seit 1970 in der eigens dafür gebauten POLY-NET® Fabrik her. Beständiges Forschen brachte NSW 1978 zwei neue Tätigkeitsfelder: die Umwelttechnik sowie die Antriebs- und Fördertechnik.

Auch der Kabelbereich setzte seine Entwicklung fort und realisierte einige der weltweit wichtigsten Untersee-Telekommunikationsprojekte. 1958 und 1959 lieferte NSW 1.855 km Untersee-Telekommunikationskabel mit Polyethylenmantel für die Transatlantik-Telefonverbindung TAT 2. Weitere Großprojekte wie die Telefonleitung ICECAN (eine 3.224 km lange Verbindung zwischen Island, Grönland und Kanada, die Bestandteil der Standleitung zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml war) und die Transatlantikleitung TAT 4 (2.223 km) folgten.

Der wichtigste Durchbruch erfolgte im Jahr 1989 – zu der Zeit, in der das moderne Zeitalter der Untersee-Telekommunikation in der Kabelindustrie anbrach – mit der Entwicklung der ersten Glasfaser-Seekabel. In der Folgezeit wurde NSW zu einem der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der verstärkerlosen Seekabeltechnologie und fertigte und installierte gemeinsam mit Siemens, das 1995 die restlichen Anteile der Gesellschaft übernahm, Tausende Kilometer Seekabel für verstärkerlose Anlagen auf der ganzen Welt – bisweilen unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen wie dem felsigen Meeresboden von Spencer Golf, Australien oder den Offshore-Ölfeldern entlang der nigerianischen Küste. Viele der Systeme gehören zu den bedeutendsten Seekabelanlagen der Welt, wie z. B. das 1.650 km lange Seekabelsystem in Griechenland oder das 2.600 km lange DFON-System auf den Philippinen. Mit MINISUB™, einem robusten und dennoch superleichten Glasfaserkabel, revolutionierte NSW die verstärkerlose Seekabeltechnologie und entwickelte ein Kabellegungs- und Logistikkonzept, welches aufgrund seiner kurzen Realisierungsphase in einzigartiger Weise den Ansprüchen der Kunden gerecht wird.

Im Februar 2000 wurde NSW von Corning, dem weltweit führenden Unternehmen für Glasfasertechnologie, übernommen. Unter Führung von Corning installierte NSW eines der längsten Hybrid-Seekabelsysteme der Welt, welches 9.000 km Kabel beinhaltet und 15 Länder verbindet.

Im April 2007 schloss sich NSW der General Cable Corporation an.
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